Rehabilitation
Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF)
Was ist PNF? Ganzkörperrehabilitation durch neuromuskuläre Koordination
Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF) ist eine neurophysiologische Behandlung. Sie basiert auf den Arbeiten von Maggie Knott, Physiotherapeutin, und Herman Kabat, Physiologe. Ihr Ziel ist die Optimierung der Zusammenarbeit von Muskeln wie auch Nerven. Gezielte sensorische Stimulation und manuelle Widerstandstechniken helfen dabei. So wird die funktionelle Mobilität gesteigert. Es ist eine Ganzkörperrehabilitation durch neuromuskuläre Koordination.
In den 1940er-Jahren wurde PNF entwickelt. Es vereint Erkenntnisse aus Neurologie, Physiologie wie auch Orthopädie. Diagonale und spiralige Bewegungsmuster sind das Kernprinzip. Diese Muster sprechen natürliche myofasziale Ketten im Körper an. Auch fördern sie die kraniosakrale Koordination.
Wie funktioniert PNF? Bewegungsmuster aktivieren Muskel- und Nervenverbindungen
Anwendungsgebiete sind vielfältig. Periphere Nervenverletzungen, zum Beispiel nach Plexusläsionen, können behandelt werden. Auch bei zentralen Bewegungsstörungen nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma hilft PNF. Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose gehören dazu. Auch Lähmungserscheinungen und muskuläre Schwächen lassen sich damit behandeln. Funktionelle Defizite im Gang als auch Gleichgewicht sind weitere Indikationen.
Wichtige Techniken in der PNF: Sensorische Reize, diagonale Muster und gezielter Widerstand
Zu den Techniken gehört die sensorische Vorbereitung. Taktile Reize sowie Dehnungsimpulse aktivieren die Propriozeptoren. Auch diagonale Muster sind wichtig. Bewegungssequenzen werden in drei Dimensionen durchgeführt. Sie bestehen aus Dehnung als auch Kontraktion. Gezielter Widerstand gehört auch dazu. Der Therapeut hält manuell dagegen, um Muskelgruppen in ihrer Aktivität zu fördern. Atemführung sowie Bewegung werden synchronisiert. Es dient der Optimierung der motorischen Kontrolle. Gelernte Muster werden in Alltagsbewegungen übertragen. Aufstehen, Greifen als auch Gehen sind solche Bewegungen.
Vorteile der PNF-Behandlung: Mehr Kraft, bessere Kontrolle, gesteigerte Beweglichkeit
Motorisches Lernen wird durch multisensorische Ansprache verbessert. Muskelkraft sowie Ausdauer steigen in physiologischen Mustern. Die neuromuskuläre Kontrolle wie Stabilität wird gefördert. Ein ganzheitlicher Ansatz schließt gesamte Muskel-Sehnen-Ketten mit ein. Unterschiedliche neurologische oder orthopädische Defizite lassen sich flexibel anpassen.
Kombination mit anderen Therapieformen: Bobath, manuelle Therapie und Rehatraining ergänzen PNF
PNF lässt sich sehr gut mit anderen Therapien kombinieren. Die Bobath-Therapie kann ergänzende neurophysiologische Impulse geben. Manuelle Therapie (z. B. Kaltenborn, Cyriax) kann zur Gewebemobilisation eingesetzt werden. Kraft- und Gleichgewichtstraining sind im weiteren Reha-Verlauf wichtig. Elektrotherapie sowie Atemtherapie unterstützen die neuromuskuläre Aktivierung.
Maßgeschneiderte Behandlungsplanung: Zielgerichtete Therapie für mehr Selbstständigkeit im Alltag
Die PNF-spezialisierte Therapeuten vom Therapiezentrum Röthig erarbeiten mit Ihnen patientenspezifische Behandlungspläne. Diese sind auf Ihre neurologischen oder orthopädischen Voraussetzungen abgestimmt. Wir unterstützen Sie dabei, Funktionen wiederzuerlangen. Alltagsbewegungen werden optimiert, und Ihre Lebensqualität gesteigert.